
M.J.
Freitag, 26. Juni 2009
Er begleitete mich durch meine Kindheit. Die erste Musik, die ich als solche wahrnahm, kam von ihm. Im ersten und einzigen Musikvideo, welches mir schlaflose Nächte bereitete, war er der Hauptakteur.

Er begleitete mich durch meine Kindheit. Die erste Musik, die ich als solche wahrnahm, kam von ihm. Im ersten und einzigen Musikvideo, welches mir schlaflose Nächte bereitete, war er der Hauptakteur.

Wie einst der große Thomas Meyer möchte ich mich mit diesem Text einem Thema widmen, welches unter Frauen allgegenwärtig ist und unter Männern, wenn überhaupt, nur äußerst stiefmütterlich behandelt wird.

Österreich, das Land im Herzen Europas oder anders, ein Furunkel auf dem Arsch namens Erde.
Und wir (als wir, bezeichne ich alle von Vorarlberg bis Burgenland, von der niederösterreichischen Grenze zur Slowakei bis nach Osttirol) sind die Einwohner – Ösis – wie uns unsere lieben Nachbarn des Öfteren auf den Titelseiten ihrer literarisch wertvollen Bild-Zeitung bezeichnen.

Mein neuer Nachbar ist Raucher. Viele werden sich jetzt denken - „Na und?“, einigen werden sagen – „Ich auch“ und der Rest wird diese Information mit einem lockeren „Selber schuld!“ abtun.
Doch wenn ich sage Raucher, dann meine ich nicht Raucher im Sinne von „jeden Tag eine Packung Marlboro“, sondern im Sinne von „Dieser Mann raucht! Diese Person Raucht wie ein durch einen Regenschauer gelöschtes Lagerfeuer! Er raucht selbst als Ganzes! Er sieht aus wie graublauer, krebserregender und stinkender Tabakrauch.“

Der Flug dauert bereits vier Stunden. Wir dürften uns momentan irgendwo über dem Pazifik befinden. Einige tausend Kilometer vom Festland, und der nächsten größeren Insel entfernt. Es ist Nacht und blickt man durchs Fenster, so sieht man das wahrhaftige Nichts, als ob die Scheiben in flüssigen Teer getaucht wurden.
Einige Insassen schlafen in unbequemer Haltung und sabbern sich dabei auf den eigenen oder auf den Pullover des Sitznachbarn. Mein Nachbar liest Zeitung und die hübsche, Dunkelhaarige, welche zwei Sitzreihen vor mir die meiste Zeit auf einen der vielen Bildschirme starrt, beschwert sich bereits zum dritten Mal über die – ihrer Meinung nach - viel zu kräftig eingestellte Klimaanlage.
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