Unzertrennlich

Eigentlich wollte ich heute wieder einen Schwenk aus meinem Leben erzählen und euch davon berichten, wie ich es als Feuerwehrmann (!!) an den Rand des kameradschaftlich Zumutbaren getrieben habe, aber das Schicksal kennt kein Pardon und so wird der heutige Text einzig und allein von einem Thema handeln, welches uns mindestens genau so bewegt wie das Leben selbst – vom Tod.

Leben und Tod sind so untrennbar miteinander verbunden, wie Ebbe und Flut, wie Tag und Nacht, wie Licht und Schatten und, obwohl diese Dinge in ihrer Art und Weise, ihrer Funktion und ihrem Sinn unterschiedlicher nicht sein könnten, so kann doch das Eine nicht ohne dem Anderen existieren.

Wie könnten wir das Leben als erfüllend empfinden, wenn es kein Ende hätte? Das einzigartige Gefühl dass man erfährt, wenn man etwas zum letzten Mal macht wertschätzen?
Sei dies der letzte Auftritt einer Rocklegende, das letzte Tor eines Fußballstars, die letzte Umarmung, der letzte Brief, der letzte Blick, der letzte Gedanke, der letzte Atemzug - das alles sind in ihrem Wesen einmalige Momente die ein Feuer an Gefühlen entfachen und egal ob sich diese gut oder schlecht anfühlen, sie alle haben nur deshalb Bedeutung, weil es irgendwann mit uns zu ende ist.
Die Vergänglichkeit gibt erst all dem einen Sinn.

Wie ich schon einige Male geschrieben habe, um euch Leser von Zeit zu Zeit wieder etwas wachzurütteln, ist uns nichts so sicher wie der Tod. Ab dem Tag unserer Geburt müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass wir irgendwann sterben. Der Preis für ein langes Leben ist deshalb außerordentlich hoch, denn je länger es dauert, desto öfter wird einen der grausame Schmerz des Verlustes heimsuchen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit, jeden Moment kann es soweit sein, auf nichts und niemandem wird er Rücksicht nehmen und keine Apotheke der Welt ist dazu in der Lage diesen Schmerz zu stillen.

Ob uns vielleicht Trauer hilft den Schmerz zu mildern? Einige Kulturkreise sind davon überzeugt, andere wiederum verabschieden den Verstorbenen feiernd. Ach was rede ich, bei diesem Thema ist jegliche Pauschalisierung fehl am Platz. Im Grunde geht jeder Mensch anders damit um. Manche verschließen ihre Erinnerungen in ihrem Innersten und nur sie selber wissen wo man den Schlüssel dazu findet. Einige erinnern sich in jeder freien Sekunde zurück an alte Zeiten und nicht wenige verlieren nie wieder ein Wort oder einen Gedanken daran, wie es war.
Wie gesagt gibt es kein Allheilmittel, es gibt nur verschiedene Möglichkeiten wie man damit umgeht.

Eines ist jedoch sicher: Jeder überwundene Schmerz macht uns stärker und egal wie oft man hinfällt, es ist nur wichtig dass man genauso oft wieder aufsteht.

Stellt euch einfach vor:
Unser Leben ist wie ein Sprung aus einem Fenster in eine finstere und mondlose Nacht.
Niemand weiß wie lange der Sturz dauern wird, aber alle wissen dass er irgendwann ein Ende hat.

Das Leben ist vergänglich, darum ist es.

Schlagwörter für diesen Artikel:

Trackbacks

    Keine Trackbacks vorhanden.

Kommentare

Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)

    Keine Kommentare vorhanden.


Kommentar schreiben


Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Geben Sie jetzt noch die dargestellte Zeichenfolge in das Feld unten ein und klicken Sie auf "Kommentar abschicken".
Hinweis: Hierfür muss die Unterstützung von Cookies in Ihrem Browser aktiviert sein.