Bitte, Danke und Entschuldigung
Freitag, 6. November 2009

Nein, ich bitte Sie, bleiben sie sitzen – gnädige Frau – ich hole ihnen gerne die Milch vom Bauern. Das sind doch nur ein paar Kilometer Fußmarsch, ich bitte Sie! Ich spaziere wirklich für mein Leben gern, Fräulein Tafelspitz. Bitte lassen Sie mich die Milch holen, danke.“

So ein netter Herr, der Herr Rosshuber. Nichts ist ihm zu weit und nichts ist ihm zu teuer.“ – dachte sich Frau Tafelspitz, eine der zahlreichen augenscheinlich höflichen Personen, die es genossen von Hr. Rosshuber „betreut“ und „verwöhnt“ zu werden. So ganz ohne Gegenleistung.

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"Entspiegelte Gläser?"
Freitag, 30. Oktober 2009

Ich kann niemals Scharfschütze werden. Das ist ein Faktum und dieses Faktum hab ich leider zu akzeptieren. Schuld daran sind meine zwei Dioptrien, welche scharfes Sehen ohne technische Hilfsmittel leider unmöglich machen. Nur zu gern würde ich die Wochenenden - liegend - im meterhohen Gras verbringen, mit dem Präzisionsgewehr im Anschlag, auf meine einzige Chance wartend, um dann, im richtigen Augenblick, den Top-Terroristen dieser Erde den Kopf von den Schultern zu schießen.

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Ein Abend bei den Znils
Samstag, 17. Oktober 2009

Männer lieben Fußball. Banaler Satz der jedoch den Nagel mit der schmalen Spitze einer Spitzhacke mitten auf dessen kleinen Kopf trifft und diesen somit zur Gänze im Biertisch versenkt.

Männer lieben Fußball im TV.

Männer lieben es, mit ihresgleichen die Sportart im Fernsehen zu verfolgen. „90 Minuten mehr vom Fußball verstehen, als der Rest der Runde, Bier trinken und Jausnen!“ heißt das dann.

 

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Ich will Feuerwehrschmarotzer werden
Montag, 12. Oktober 2009

Es sind bereits einige Jährchen ins Land gezogen, seit jener Zeit – es war irgendwann Mitte der 90er – als das neue Feuerwehrhauptquartier in unserer Kleinstadt errichtet wurde. Für damalige Verhältnisse sah es fantastisch aus, um nicht zu sagen „der Zeit voraus“, gar futuristisch anmutend, mit riesigen Garagentoren durch die die gewaltigen Löschfahrzeuge heulend und blinkend ins Freie brausten. Der Gefahr entgegen, gegen den Strom der Flüchtenden. Volles Rohr in Richtung lodernder Flammen, tödlichem Rauch, wildem Gekreische und das zu jeder nur erdenklichen Tages- und Nachtzeit. Die Feuerwehr war auf meiner persönlichen Helden-Skala zwar einen Platz hinter Batman zu finden, jedoch weit vor dessen „Weicheikumpanen“ Robin gereiht.

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Talkshow
Dienstag, 29. September 2009

Da sitzen sie also, fettes, strähniges Haar am Kopf, fünf Zähne in der Fressleiste und aufgebleichte, soft-blaue Tätowierungen am Schweinsarm die aussehen als hätten besoffene Blinde versucht die Fresken der „Sixtinischen Kapelle“ darauf nachzumalen. Darüber hinaus sind sie bewaffnet mit einem Wortschatz, dass selbst jedem Papagei, aufgrund der einfältigen Sätze, die Lust am Nachplappern vergeht. Ihr Gehirn haben sie sich längst zu Mus gesoffen und ihr Schamgefühl hat sich wohl nie wirklich entwickelt, wie auch, wenn sich sämtliche Auftritte in der Öffentlichkeit auf das „Gassi-gehen“ mit Kampfhund „Hasso“ beschränken?  

 

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Schafe haben kurze Beine
Dienstag, 22. September 2009

Es war einmal (schon wieder) ein kleiner schmächtiger und etwas streng riechender Junge. Sein Name war Hiasi. Da er so klein und schmächtig war, wurde er oft missachtet oder übersehen und darum war es sein einziger Wunsch berühmt zu werden. Zumindest so berühmt, dass Onkel Hons, der der Besitzer DES In-Wirtshauses in Hiasis Wohnort war, sich endlich seinen Namen merken konnte.

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Puberteener
Dienstag, 15. September 2009

Im Alter von 16 ist man - zumindest vorläufig - an einem Punkt angelangt, an welchem man absolut nicht mehr weiß, was man mit seinem Leben anfangen soll. Eigentlich verliert man in diesem Alter jegliche Kontrolle über sich selbst. Man befindet sich im Hochsommer der Pubertät und Körper und Geist werden zu Erzfeinden, da jeder der beiden das macht was er will, ohne vorher das Einverständnis des anderen einzuholen.

 

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Unzertrennlich
Donnerstag, 10. September 2009

Eigentlich wollte ich heute wieder einen Schwenk aus meinem Leben erzählen und euch davon berichten, wie ich es als Feuerwehrmann (!!) an den Rand des kameradschaftlich Zumutbaren getrieben habe, aber das Schicksal kennt kein Pardon und so wird der heutige Text einzig und allein von einem Thema handeln, welches uns mindestens genau so bewegt wie das Leben selbst – vom Tod.

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Nur einen Klick entfernt vom Glück
Freitag, 4. September 2009

„So, noch ein kurzer Blick auf „Amazon.at“, danach fahr ich die Kiste runter.“

 

Dies ist eine der größten Lügen, die ich jemals verbreitet habe. Der „kurze Blick“ findet nämlich niemals statt, da diese Gauner ein fantastisches Profil von mir erstellt haben.

Sie wissen was ich brauche und sie wissen wann ich es brauche. Verdammt, diese dreckigen Drecksschweine haben es auf mein Kapital abgesehen und sind auf dem besten Wege mich in den finanziellen und dadurch auch - über kurz oder lang - gesellschaftlichen Ruin zu treiben.

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„Nach uns“ ist „vor uns“
Freitag, 28. August 2009

Der Urlaub war echt traumhaft und hat deswegen auch nachhaltig noch massiv Auswirkung auf meine Denkweise.

Das heißt im Klartext? Es wird, aller Voraussicht nach, noch mehrere Blogeinträge dauern, bis ich mit meinen Texten wieder in alltägliche Schreibarmut verfallen werde, doch so lange das nicht eintritt, wird es von mir eben Texte geben, welche zumindest entfernt mit jenen drei Wochen in Verbindung stehen.

 

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Brainstorming - Costa Rica 2009
Donnerstag, 20. August 2009

„… und wenn sie nicht erschossen wurden, dann lachen sie noch heute.“

 

Das wäre ein guter Schlusssatz meiner Urlaubsstory. Dieses Mal hab ich’s endlich getan. Ich habe mich getraut, ich habe mich überwunden – ich habe ein Tagebuch verfasst.

 

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Der blanke Horror auf sechs Beinen
Freitag, 24. Juli 2009

Tja, jetzt ist es dann soweit. Mein Cousin und ich reisen in einen der artenreichsten Staaten der Welt, nach Costa Rica. Und weil da eben derart viele Arten beheimatet sind und es laut diverser Berichte an allen Ecken und Enden keucht und fleucht, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, mich eingehend über die verschieden Lebewesen zu informieren, vor allem über jene, die dazu in der Lage sind mein Leben zu beenden bzw. mein Leben zu einem noch schwierigeren Unterfangen werden zu lassen, als es ohnehin schon ist.

Während meiner Recherchen bin ich auf ein Tier mit einem außerordentlich eigenartigen Namen gestoßen, welcher viel mehr an eine fleißige Beschäftigte einer durchgehend geöffneten Autobahn-Raststation, als an ein giftiges Tier erinnert:

 

„Die 24-Stunden-Ameise“

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Der Käsekrainerkönig der Westküste
Donnerstag, 23. Juli 2009

„Milliardenschwer und trotzdem (nahezu) bodenständig!“ – so könnte man mich am besten beschreiben. Klar, ich hatte Glück, aber dazu gesellt sich noch ein gewaltiger Batzen Verstand. Diese Kombination machte einen saureichen Mann aus mir und jeder der behauptet, dass man Glück nicht kaufen kann, ist ein abgefuckter Loser und Pleitegeier obendrein.

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Verlass dich und du bist verlassen
Mittwoch, 15. Juli 2009

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Piep, piep! „Spätestens um halb Acht Uhr morgens müssen wir losfahren, unser Flugzeug wartet nämlich nicht! Also, nicht vergessen – HALB ACHT!!!“ - lautete jene SMS, welche ich, nach einem anstrengenden Arbeitstag und kurz nachdem ich mich durchs Stiegenhaus in meine Wohnung quälte, erhielt.

„Keine Sorge, ich bin verlässlich wie der Tod!“ schrieb ich gelassen zurück und legte mein Handy auf den Wohnzimmertisch.

 

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M.J.
Freitag, 26. Juni 2009

Er begleitete mich durch meine Kindheit. Die erste Musik, die ich als solche wahrnahm, kam von ihm. Im ersten und einzigen Musikvideo, welches mir schlaflose Nächte bereitete, war er der Hauptakteur.

 

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