
Zum Nachdenken: Asteroid rast an Erde vorbei
In kosmischen Maßstäben sind die 537.600 km Entfernung, in welcher der Asteroid “2007 TU24“ vor ca. einem Jahr an unserer Erde vorbeiraste, nicht einmal ein Katzensprung und mit Sicherheit - wenn man das Ganze mit irdischen Maßstäben vergleicht, auch weniger, als die Distanz zwischen einem am Boden liegenden Blatt Papier - zum Boden.
Ich neige dazu zu sagen, es handelt sich um eine verschwindend geringe - kaum wahrzunehmende Distanz, trotzdem reichte diese Entfernung aus, um unser Leben ohne Einschränkungen weiter leben zu können. Glück gehabt liebe Menschheit, knapp daneben, ist eben auch vorbei.
Doch wie oft wird die Menschheit noch Glück haben? Irgendwann ist es aufgebraucht und dann heißt es: “Globaler Zerstörer nimmt Kurs auf die Erde – Countdown Minus 2 Tage“ >>Hilfeeee!!! Wo ist Bruce Willis?<<
Die über Jahrtausende entstandene Zivilisation und alles Wissen wären im nächsten Moment so unwichtig und nutzlos, wie eine Gefriertruhe am Nordpol.
Das neue Auto? der im Angebot ertandene Flat-TV? die Beatles? Palmenstrände? Küsse? uswusf...in den letzten Studen unserer Existenz so erfreulich und spaßbringend wie eine Warze am Arsch. Literatur, Kultur, wofür? Wer braucht jetzt noch weise Worte, obwohl viele derer, in solchen Momenten der Hilflosigkeit helfen sollten? Jetzt wo es soweit ist, pfeif ich doch drauf.
Mönche, die jahrzehntelang auf einem Bein stehend, gebetet haben, Mafiapaten, Kriegsverbrecher, Oligarchen, Prinzen und Prinzessinnen, Ureinwohner, Microsoft-Gründer und Präsidenten, alles was sie je in ihrem Leben erreicht, erschaffen und erfahren haben, verliert seine Bedeutung.
Ein kleiner Gedanke und schon weiß man wieder: “Wir sind Nichts!“ “Wir sind schneller wieder weg, als wir da waren und weil keiner mehr übrig bleibt, wird auch niemand trauern!“
“Wir leben einen Augenblick!“ “Nach uns ist vor uns!“

