Ösiland ist abgebrannt

Österreich, das Land im Herzen Europas oder anders, ein Furunkel auf dem Arsch namens Erde.

Und wir  (als wir, bezeichne ich alle von Vorarlberg bis Burgenland, von der niederösterreichischen Grenze zur Slowakei bis nach Osttirol) sind die Einwohner – Ösis – wie uns unsere lieben Nachbarn des Öfteren auf den Titelseiten ihrer literarisch wertvollen Bild-Zeitung bezeichnen.

Was haben wir zu bieten?

Stark gebaute und hinreißende Ausnahmeathleten, die zehn Bier und fünf Schnaps trinken können ohne dabei das Sprechen zu verlernen, Frauen die so schön und funkelnd sind, dass mich regelmäßig das Diamantenfieber packt, Kühe die Milch geben, dass die Tetrapak Erzeugung kaum noch hinterher kommt, schneebedeckte Berge die wie eine Mehlspeisenkomposition aus einer himmlischen Vitrine ragen, glasklare Seen aus denen man ohne weiteres ungefiltertes Wasser an diverse Säuglingsstationen verkaufen könnte und eine Hausmannskost, dass mir bereits beim Schreiben dieses Wortes der Speichel aus den Mundwinkeln tropft.

 

Doch wie behandelt man uns?

Verkehrstechnisch gesehen sind wir der Fußabtreter Europas. Die LKWs walzen das ganze Jahr über, ohne Unterbrechung, unsere sündhaft teuren Straßen entlang, wie Büffel durch eine afrikanische Steppe, mit Getöse, Staub erzeugend und ohne Rücksicht auf Verluste, nur damit Hr. Maier in Hannover im November Erdbeeren fressen kann.

Im Sommer fungiert unser Land als Klopause für die Urlaubswilden, welche auf dem Weg zum Meer sind und im Winter werden auf unseren Fahrbahnen Sommerreifen auf ihre (nicht vorhandene) Wintertauglichkeit geprüft, weil Winterreifen – so hat es zumindest den Anschein – nur in Österreich verkauft und montiert werden.

Sportlich? Kein einziges Fußballnational Team lässt uns wenigstens einmal gewinnen, im Tennis beschränken sich sämtliche Schlagzeilen auf „Aus im 1/8 Finale“ und in der Formel 1 werden die österreichischen Cockpits mit mittelmäßigen Fahrern aus den Nachbarstaaten besetzt.

 

So geht’s uns Ösis und je länger ich darüber nachdenke, desto besser, so finde ich zumindest, passt uns „Dösis“. Dumme Österreicher! Obwohl, das wäre als würde man sagen: „heiße Hitze“, „kalte Kälte“ oder „humorlose Russen“.

Dabei sind wir so vielseitig, unsere Keller beispielsweise werden auf unterschiedlichste Weise genutzt. Vom 50jährigen Grauburgunder aus dem Weinviertel (Wert: € 30, pro 1/8), über Wasser aus übergelaufenen Flüssen zur Regenzeit im August, bis hin zur 18jährigen Schülerin aus Amstetten, keine Kellerbesichtigung gleicht der anderen und kein Quadratmeter wird verschwendet.

 

Doch das hilft alles nichts. Wir werden nicht für voll genommen und bleiben ganz einfach die sympathischen Österreicher, die Zwergstaatler, die man ganz locker nebenbei mal Abwatscht und die niemand auf der Rechnung hat.

Aber nimm dich in Acht, genau das wird dir zum Verhängnis liebe Welt!!

Laute Pfurze stinken nicht, aber die Leisen, die den Arsch umkreisen, von denen hüte dich, denn die stinken fürchterlich!!

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